Flexible Grundschule – modernes Lernen in der Schuleingangsphase

Die Gemeinde verfügt über 2 Schulstandorte gemäß dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ – so hat jeder Ortsteil seine eigene kleine Grundschule. Das Schulprofil „Flexible Grundschule“ ist in Surheim beheimatet. In einer jahrgangsgemischten Gruppe haben hier die Kinder die Möglichkeit den Lernstoff der beiden ersten Unterrichtsjahre in 1, 2 oder 3 Schuljahren zu bewältigen. Durch Umbauarbeiten und Neugestaltung, entstand ein farbenfroher Lernbereich über mehrere Räumlichkeiten hinweg, welcher zum differenzierten Unterrichten und motiviertem Lernen in Kleingruppen einlädt. Zwei, durch eine Fensterwand getrennte Klassenräume erlauben moderne, offene Unterrichtsformen. Bewegtes Lernen ist an bunten, innovativen Sitzmöbeln gegeben. Freiflächen mit Teppichböden, laden zum Spielen und Lernen ein. Moderne Tischformen ermöglichen flexible Gruppen. Ein angegliederter Gruppenraum lädt zum Lesen und Entspannen ein.

Unterricht in Kleingruppen – zwei Lehrkräfte – individuelles Lernen

Getreu dem Motto „Fordern bei Stärken, Fördern bei Schwächen“ werden die Unterrichtsinhalte dem Lernniveau eines jeden einzelnen Kindes angepasst.
„Jedes Kind bringt andere Voraussetzungen mit in die Schule. Wir holen die Kinder auf ihrem individuellen Lernstand ab und fördern deren Entwicklung gezielt. Kann ein Kind bereits Lesen, so wird es entsprechend seinem Lernstand beschult und es erhält bereits zu Beginn des Schuljahres Material, welches ihm hilft, seine Kompetenzen weiterzuentwickeln. Die Mehrheit der Kinder durchläuft den Leselernprozess jedoch in gewohnter Art und Weise, nämlich im Laufe des 1. Schuljahres. Andere hingegen benötigen etwas länger Zeit, vielfältigere Übungen und angepasstes Material, um sich alle Buchstaben einzuprägen und Silben zu Wörtern zusammenzuziehen. Jedes Kind kann hier in seinem eigenen Tempo lernen.“, erklärt Anja Freimuth, Rektorin der Grundschule.
So steht während des Vormittags neben der Klassenlehrkraft täglich eine zusätzliche Lehrkraft für mehrere Stunden zur Verfügung, um einen differenzierten Unterricht in Kleingruppen zu realisieren. Während dieser Zeit kann sehr individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Kindes eingegangen werden. Offene Arbeitsformen, wie beispielsweise Lerntheken oder Stationenarbeit laden zum motivierten, selbstständigen Arbeiten auf unterschiedlichen Lernstandnsniveaus ein. Lehrerin Caroline Winkler führt dazu an: „Weniger Schüler/-innen in einer Klasse bedeutet, dass jedes Kind die Aufmerksamkeit der Lehrkraft bekommt, die es braucht. Sie werden ermutigt sich an Diskussionen zu beteiligen und ihre Meinungen zu äußern und so viel besser Erlerntes verstehen. Das Selbstvertrauen, das die Kinder entwickeln, fördert ebenfalls den Lernfortschritt, weil sie „mutiger werden.“

Gemeinsame Arbeitszeit – wichtige Lernzeit und Entwicklung von sozialen Kompetenzen

Während der gemeinsamer Unterrichtszeit von 1. und 2. Klässlern übernehmen oftmals die älteren Schüler die Initiative, erklären ihren Mitschülern Arbeitstechniken und Aufgabenstellungen oder agieren als zuverlässiger Lernpartner, welche bei Fragen zur Verfügung stehen. Die Vorbildrolle stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern hilft auch bereits Gelerntes zu wiederholen und zu festigen und fördert den Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft. Gemeinsame Themen wie im Heimat- und Sachunterricht werden auf unterschiedlichem Anspruchsniveau gemeinschaftlich erarbeitet. „Ich beobachte jedes Mal mit Begeisterung, mit Freude, Geduld und Souveränität die älteren Schüler ihren jüngeren Klassenkameraden Aufgabenstellungen erklären, ihnen Tipps zur Lösung geben oder mit ihnen gemeinschaftlich zusammenarbeiten!“, äußert sich Herr Lambertz, welcher in der Klasse als zusätzliche Lehrkraft agiert und Themen rund um die Natur mit allen Kindern der Klasse erarbeitet.

Informationen zur flexiblen Grundschule vom Kultusministerium des Landes Bayern.

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